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<datacite:title xml:lang="de">Ideologie im Chthuluzän - Anmerkungen zu dem Verhältnis von Natur und Gesellschaft bei Donna J. Haraway sowie der in „Staying with the Trouble“ formulierten Utopie unter besonderer Berücksichtigung des Begriffs der Naturgeschichte bei Karl Marx und Theodor W. Adorno</datacite:title>

  
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<dc:description xml:lang="de">Masterarbeit, 2020, CC BY-NC-ND 3.0 AT

Abstract

Donna J. Haraway zählt zu den einfussreichsten Denkerinnen der Gegenwart. Mit ihrem erstmals 1984 veröfentlichten Cyborg Manifesto begründete sie eine neue Art des Feminismus, der den Anspruch hatte, mit der technischen Entwicklung auch ideengeschichtlich mitzuhalten. Da sie behauptet, psychoanalytische und materialistische ideologiekritische Teorien seien gescheitert, meint sie, es bedürfe einer neuen Ontologie. Den Mangel an nicht gescheiterter ideologiekritischer Teorie verkehrt sie in die Positivität sogenannter „materiell-semiotischer Verweltlichungen“, die es nicht nur erlauben, vernünftige erkenntnistheoretische Kriterien und Methoden zu verwerfen, sondern dies sogar afrmieren. Das durch diesen Fehlschluss generierte Surplus äußerst sich in den von ihr verfassten fabulations, Erzählungen, die einen politischen Mythos hervorbringen sollen. Dessen aktuelle Erscheinungsform ist Inhalt ihrer zuletzt erschienenen Veröfentlichung Staying with the Trouble, an der sich zeigen lässt, dass die technikafne Cyborg-Ontologie mittlerweile einer naturromantischen Sicht auf die Welt gewichen ist, die sich nicht zuletzt darin äußert, dass Haraways liebster Bezugspunkt nicht mehr die Cyborg, sondern ihr Hund ist.
Ausgehend von ideologiekritischen Untersuchungen, wie sie von Karl Marx und Friedrich Engels in der 1845 erschienenen Die deutsche Ideologie formuliert wurden, soll untersucht werden, inwieweit sich in Haraways Teorie Momente der darin charakterisierten Ideologie erhalten und dabei transformiert haben. Dabei stützt sich die vorliegende Arbeit des weiteren auf jene Kritik, die Teodor W. Adorno an der Fundamentalontologie übte und die er als Sprachkritik verstand. Anhand dessen werden insbesondere die jeweiligen Konzeptionen des Verhältnisses von Kultur zu Natur, von der zur zweiten Natur gewordenen Gesellschaftsformation zu dem, was als erste Natur gilt, sowie das damit zusammenhängende Geschichtsverständnis der jeweiligen Teorien untersucht, um schließlich deren Einschätzungen der Gegenwart und die Möglichkeiten ihrer Veränderung vor diesem Hintergrund bewerten zu können.</dc:description>

  
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